Foxtrott – Der Allrounder unter den Standardtänzen

02. April 2026

Foxtrott – der Allrounder unter den Standardtänzen

Wenn ein Tanz universell einsetzbar ist, dann der Foxtrott: zu fast jeder Pop-, Swing- oder Schlagermusik tanzbar, einfach zu lernen, fantastisch auf jeder Party. Kein Wunder, dass der Foxtrott der Standardtanz mit dem höchsten praktischen Nutzen ist – von der Hochzeit bis zum Heurigen.

In diesem Artikel erfährst du alles über die Geschichte des Foxtrotts, seinen Charakter, die Musik, den Grundschritt im Detail – und wie du ihn in Wien lernen kannst.

Geschichte und Herkunft des Foxtrotts

Der Foxtrott entstand um 1914 in den USA. Sein Name geht auf den Vaudeville-Star Harry Fox zurück, der mit einer markanten Schrittfolge zu Ragtime-Musik in New York Furore machte. Schnell verbreitete sich der Tanz von den amerikanischen Tanzpalästen über den Atlantik – und wurde zum prägenden Tanz der Roaring Twenties.

In den 1920er Jahren entwickelte sich der Foxtrott in England in zwei Richtungen: Der Slowfox (Slow Foxtrot) wurde zur elegant-fließenden Wettkampfvariante und in das Standard-Turnierprogramm aufgenommen. Daneben blieb der einfachere Foxtrott der weltweit beliebteste Gesellschaftstanz – einsetzbar zu fast jeder 4/4-Musik.

Heute ist der Foxtrott der wohl universellste Tanz der Welt. Er passt zu Frank-Sinatra-Klassikern wie „Strangers in the Night", zu vielen Beatles-Songs, zu modernem Pop und sogar zu vielen Schlagern. Wer Foxtrott kann, kann auf praktisch jeder Tanzfläche der Welt tanzen.

Charakter und Musik des Foxtrotts

Der Foxtrott wird im 4/4-Takt getanzt – mit einem Tempo von etwa 30–32 Takten pro Minute (Foxtrott) bzw. langsamer beim Slowfox (28–30). Charakteristisch ist die typische Rhythmus-Struktur „slow-slow-quick-quick": zwei langsame Schritte (je 2 Zählzeiten), dann zwei schnelle (je 1 Zählzeit).

Stilistisch ist der Foxtrott fließend und entspannt. Anders als der schwingende Walzer wirkt er flach und gleitend – fast wie Spazierengehen im Takt. Genau das macht ihn so universell: Er passt zu praktisch jeder Pop-Musik im 4/4-Takt, von Big Band über Jazz bis zu Modern Pop.

Die Musik des Foxtrotts ist breit: Frank Sinatra, Tony Bennett, Robbie Williams (Swing-Album), Michael Bublé, Diana Krall – aber auch viele moderne Pop-Hits, ABBA-Klassiker oder Schlager-Hits eignen sich. Wer einmal den Rhythmus „slow-slow-quick-quick" im Ohr hat, hört Foxtrott überall.

Grundschritt des Foxtrotts – Schritt für Schritt

Der Foxtrott-Grundschritt folgt dem charakteristischen Rhythmus slow-slow-quick-quick (S-S-Q-Q) – zwei langsame Schritte über je zwei Zählzeiten, dann zwei schnelle Schritte über je eine Zählzeit. Insgesamt sind das also 4 Schritte über 6 Zählzeiten (1,5 Takte).

Grundschritt für den Herrn (vorwärts)

  1. Slow (Zählzeit 1–2): Schritt mit dem linken Fuß vorwärts.
  2. Slow (Zählzeit 3–4): Schritt mit dem rechten Fuß vorwärts.
  3. Quick (Zählzeit 5): Schritt mit dem linken Fuß seitlich nach links.
  4. Quick (Zählzeit 6): Rechter Fuß schließt zum linken.

Grundschritt für die Dame (rückwärts, spiegelverkehrt)

  1. Slow (Zählzeit 1–2): Schritt mit dem rechten Fuß rückwärts.
  2. Slow (Zählzeit 3–4): Schritt mit dem linken Fuß rückwärts.
  3. Quick (Zählzeit 5): Schritt mit dem rechten Fuß seitlich nach rechts.
  4. Quick (Zählzeit 6): Linker Fuß schließt zum rechten.

Wichtige technische Hinweise

  • Slow-Schritte: Zwei volle Zählzeiten halten, also „eins-und, zwei-und" pro Schritt.
  • Quick-Schritte: Nur eine Zählzeit – schnell und kompakt.
  • Fußarbeit: Auf der Slow zuerst Ferse, dann Ballen-Ferse-Übergang.
  • Schwung: Foxtrott bleibt flach – kaum Senken oder Heben, eher fließend gleitend.
  • Haltung: Aufrecht, geschlossen, leichter Versatz nach links – wie alle Standardtänze.

Beliebte Foxtrott-Figuren

  • Vorwärtsgrundschritt – Klassischer Einstieg, zeigt den S-S-Q-Q-Rhythmus
  • Rückwärtsgrundschritt – Spiegelvariante, Übergang zwischen Figuren
  • Seitschritt mit Schließen – Q-Q-Phase als Verbindung
  • Drehung mit S-S – Einfache Drehfigur über zwei langsame Schritte
  • Promenade – Öffnen aus der Tanzhaltung, sehr elegant
  • Feather Step (Slowfox) – Charakteristische Slowfox-Figur mit Crossover

Foxtrott lernen bei der Tanzschule Kreuzenstein

Der Foxtrott ist der Allrounder für alle, die einen praktischen und vielseitig einsetzbaren Tanz lernen möchten. Auf jeder Hochzeit, jeder Firmenfeier, jedem Heurigen-Abend – wer Foxtrott kann, ist tanzfähig. Und weil sein Grundschritt so einfach ist, eignet er sich auch hervorragend als Einstiegstanz.

Wo passt der Foxtrott im Kursaufbau?

Bei der Tanzschule Kreuzenstein in Wien-Strebersdorf lernst du den Foxtrott bereits im Anfängerkurs. In den weiterführenden Stufen (Bronze, Silber, Gold) wird der Tanz verfeinert – und parallel auch der anspruchsvollere Slowfox als offizieller Standardtanz unterrichtet.

Tipps für deinen Einstieg

  • Slow heißt wirklich slow: Zwei volle Zählzeiten ausnutzen – keine Eile.
  • Quick heißt zackig: Schnelle, kompakte Schritte mit klarer Beinarbeit.
  • Flach bleiben: Anders als beim Walzer keinen Schwung nach oben.
  • Musikvielfalt: Übe mit Sinatra, Bublé, ABBA, Beatles – alles Foxtrott-tauglich.
  • Tanzfläche nutzen: Foxtrott wandert gegen den Uhrzeigersinn um den Saal.

Jetzt mit dem Foxtrott-Tanzen starten

Du willst Foxtrott lernen – den Tanz, der zu fast jeder Musik passt? In unseren Paarkursen bei der Tanzschule Kreuzenstein im Norden Wiens lernst du den Foxtrott gemeinsam mit allen anderen Standard- und Lateintänzen. Sieben Kursstufen führen dich vom Anfänger bis Iridium. Ein Einstieg ist alle vier Wochen möglich – wir freuen uns auf dich.

Häufige Fragen