Welcher Tanzstil passt zu mir? Standard, Latein & mehr im Vergleich

Welcher Tanzstil passt zu mir? Standard, Latein & mehr im Vergleich

11. April 2026

Standard, Latein & mehr – finde deinen Tanzstil

Welcher Tanzstil passt zu mir? Diese Frage stellen sich fast alle, die mit dem Tanzen anfangen wollen – und sie ist absolut berechtigt. Die Welt des Gesellschaftstanzes ist riesig: Elegante Standardtänze wie Wiener Walzer und Foxtrott stehen neben feurigen Lateintänzen wie Rumba und Cha-Cha-Cha. Jeder Tanz hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Musik und seine eigene Körpersprache.

Das Gute: Du musst dich nicht sofort festlegen. In diesem Überblick zeigen wir dir die wichtigsten Tanzstile, was sie auszeichnet – und wie du herausfindest, welcher zu dir passt.

Die Standardtänze – Eleganz und fließende Bewegung

Die fünf Standardtänze bilden gemeinsam mit den fünf Lateintänzen das Herz des klassischen Gesellschaftstanzes. Ihre Gemeinsamkeiten: geschlossene Tanzhaltung, große raumgreifende Bewegungen, eleganter Ausdruck. Charakteristisch ist die Linie der Tanzfläche – Standardtänze bewegen sich gegen den Uhrzeigersinn um den Saal. Sie wurden in den 1920er Jahren in England standardisiert und sind heute weltweit Grundlage jedes Turniertanzes.

Langsamer Walzer – der elegante Klassiker

Ruhige 3/4-Takt-Musik, weiche Schwung- und Hebebewegungen, romantische Atmosphäre: Der Langsame Walzer ist der absolute Klassiker für Hochzeitstänze und der ideale Einstieg in die Standardtänze. Tempo: ca. 28–30 Takte pro Minute.

Wiener Walzer – schnell, drehfreudig, österreichisch

Der Wiener Walzer ist Wiens berühmtester kultureller Exportschlager. Mit etwa 60 Takten pro Minute ist er deutlich schneller als der Langsame Walzer und besteht fast ausschließlich aus Rechts- und Linksdrehungen. Wer Wien-Feeling auf der Tanzfläche möchte, kommt am Wiener Walzer nicht vorbei.

Tango – dramatisch und leidenschaftlich

Anders als seine Standardkollegen ist der Tango staccato, abrupt und voller Spannung. Charakteristisch sind die plötzlichen Stopps, die scharfen Kopfdrehungen und die intensive Körpersprache. Der Tango fordert dich tänzerisch und ist gleichzeitig einer der ausdrucksstärksten Tänze überhaupt.

Slowfox (Foxtrott) – der fließende Allrounder

Der Slowfox wirkt wie eine fließende, durchgehende Bewegung über die Tanzfläche – ohne sichtbares Heben und Senken. Er gilt als technisch anspruchsvollster Standardtanz, ist aber gleichzeitig einer der elegantesten. Die einfachere Variante – der Foxtrott – ist ein dankbarer Allround-Tanz für nahezu jede Musik im 4/4-Takt.

Quickstep – Tempo, Hüpfer und gute Laune

Der Quickstep ist der jüngste und schnellste der Standardtänze. Mit 50 Takten pro Minute, Hüpfern, Kicks und Locks bringt er pure Lebensfreude auf die Tanzfläche. Wer es schwungvoll mag und gerne lacht, wird den Quickstep lieben.
Tanzpaar auf der Bühne

Die Lateintänze – Rhythmus, Hüfte und Lebensgefühl

Während die Standardtänze in geschlossener Haltung über die Tanzfläche gleiten, sind die Lateintänze körperlicher, rhythmischer und expressiver. Sie werden meist auf der Stelle (oder in lockerer offener Haltung) getanzt, betonen die Hüftbewegung und folgen den charakteristischen Rhythmen ihrer Herkunftsländer in Mittel- und Südamerika. Wer Spaß an Musik, Rhythmus und körperlichem Ausdruck hat, ist hier richtig.

Cha-Cha-Cha – fröhlich, frech, einsteigerfreundlich

Der Cha-Cha-Cha mit seinem typischen „eins-zwei-cha-cha-cha"-Rhythmus ist der ideale Latein-Einsteigertanz: Klare Rhythmusstruktur, überschaubare Grundschritte, sofort erkennbarer Sound. Er entstand in den 1950er Jahren in Kuba aus dem Mambo.

Rumba – der Tanz der Liebe

Die Rumba ist langsam, sinnlich und voller Ausdruck. Mit ihren weichen Hüftbewegungen und der intensiven Verbindung zwischen den Tanzpartnern gilt sie als der „Tanz der Liebe". Wer Lateintanz nicht nur als Sport, sondern als emotionalen Dialog erleben will, beginnt hier.

Samba – brasilianisches Lebensgefühl

Die Samba bringt die Energie des Karnevals in Rio direkt auf die Tanzfläche. Mit ihrem typischen Bounce, den schnellen Hüftbewegungen und ihren synkopierten Rhythmen ist sie temperamentvoll und mitreißend. Etwas Übung braucht es – aber kaum ein Tanz macht so viel Spaß.

Jive – der schnelle Lateintanz

Der Jive ist die europäische Adaption des amerikanischen Swing und Boogie-Woogie. Schnelle Kicks, federnde Beinarbeit, energiegeladene Stimmung – der Jive ist der wildeste der Lateintänze und perfekt für alle, die Tempo lieben.

Paso Doble – stilisierter Stierkampf

Der Paso Doble ist anders als alle anderen Lateintänze: Er erzählt eine Geschichte – die Bewegungen des Stierkämpfers und seines Capes. Stolz, dramatisch, theatralisch. Selten getanzt, aber unvergesslich.

Und was ist mit Discofox, Salsa, Bachata?

Neben Standard und Latein gibt es eine ganze Welt an Social-Dance-Stilen, die nicht im Turniertanz vorkommen, aber gerade auf Hochzeiten, in Tanzlokalen und auf Festen extrem beliebt sind:
  • Discofox – der österreichische Klassiker auf jeder Hochzeit. Tanzt zu fast jeder Musik im 4/4-Takt.
  • Salsa, Bachata, Kizomba – heißeste Latin-Social-Tänze weltweit, leicht zu lernen, riesige Community.
  • West Coast Swing – moderner Paartanz zu Pop, R&B und Blues, sehr individuell.
  • Line Dance – wird ohne Tanzpartner getanzt, in Reihen, zu Country, Pop, Latin und Folk.

Welcher Tanzstil passt zu dir? – Deine persönliche Entscheidungshilfe

Die ehrlichste Antwort: Am besten durch Ausprobieren. Viele Paare, die mit dem Anfängerkurs bei der Tanzschule Kreuzenstein beginnen, entdecken im Laufe des Unterrichts ganz natürlich, welche Tanzstile ihnen besonders liegen. Aber ein erster Wegweiser schadet nicht:

Schnelle Orientierungshilfe nach Persönlichkeit

  • Du liebst Eleganz und Romantik?Langsamer Walzer oder Wiener Walzer
  • Du willst Leidenschaft und Ausdruck?Rumba oder Tango
  • Du suchst Spaß, Tempo und gute Laune? → Quickstep, Cha-Cha-Cha oder Jive
  • Du willst etwas, das du überall tanzen kannst? → Discofox oder Foxtrott
  • Du brauchst sportliche Herausforderung? → Slowfox, Samba oder Paso Doble
  • Du tanzt am liebsten alleine? → Line Dance

Standard oder Latein – was ist „leichter"?

Eine sinnvolle Antwort gibt es nicht – beides hat seine Lernkurve. Standardtänze sind technisch anspruchsvoll bei Haltung, Schwüngen und der Bewegung über die Tanzfläche. Lateintänze verlangen Rhythmusgefühl, Hüftbewegung und körperlichen Ausdruck. Im Anfängerkurs lernst du übrigens beides – so kannst du Standard und Latein direkt vergleichen und entdeckst spielerisch deine Vorlieben.

Lerne Standard und Latein in unseren Paarkursen

Du willst die Vielfalt des Gesellschaftstanzes selbst erleben? In unseren Paarkursen bei der Tanzschule Kreuzenstein in Wien-Strebersdorf lernst du alle wichtigen Standard- und Lateintänze in einem strukturierten Kurssystem mit sieben Stufen. Wenn du lieber alleine tanzt: Im Line-Dance-Kurs brauchst du keinen Partner – einfach kommen, mittanzen, Spaß haben. Ein Einstieg ist alle vier Wochen möglich.

Häufige Fragen