Die Samba bringt das Lebensgefühl Brasiliens auf jede Tanzfläche: rhythmisch, mitreißend, voller Energie. Mit ihrem typischen Bounce, den schnellen Hüftbewegungen und den synkopierten Rhythmen ist sie einer der temperamentvollsten Tänze überhaupt – und gleichzeitig ein faszinierendes Stück Tanzgeschichte.
In diesem Artikel erfährst du alles über die Geschichte der Samba, ihren Charakter, die Musik, den Grundschritt im Detail – und wie du sie in Wien lernen kannst.
Die Samba hat ihre Wurzeln in Brasilien – genauer in den afrobrasilianischen Traditionen, die mit den verschleppten Sklavinnen und Sklaven aus Westafrika nach Südamerika kamen. Aus den Trommelrhythmen, Gesängen und Tänzen der afrikanischen Gemeinden in Bahia und Rio de Janeiro entstand im 19. Jahrhundert ein eigenständiger Tanzstil, der mit der Zeit zum Inbegriff brasilianischer Kultur wurde.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Samba zum Mittelpunkt des berühmten Karnevals von Rio de Janeiro. Sambaschulen, prächtige Kostüme, riesige Trommelorchester (Baterías) und tanzende Massen prägen das Bild bis heute. Über den Karneval und Filme der 1930er und 40er Jahre wurde die Samba weltweit bekannt.
Die Turnier-Samba, wie sie heute in Tanzschulen unterrichtet wird, entstand in den 1950er Jahren in England. Die Imperial Society of Teachers of Dancing standardisierte sie als einen der fünf Lateintänze – allerdings in einer deutlich stilisierten Form, die sich vom Karneval-Samba in Rio (Samba No Pé) unterscheidet.
Die Samba wird im 2/4-Takt getanzt – mit einem Tempo von etwa 50–52 Takten pro Minute. Damit ist sie schnell, aber nicht so rasend wie der Jive. Charakteristisch ist der typische Samba-Bounce: ein leichtes Auf und Ab, das durch das wechselseitige Beugen und Strecken der Knie entsteht – nicht durch aktives Hüpfen.
Die Samba-Musik ist geprägt von vielfältigen Percussion-Instrumenten: Surdo (große Basstrommel), Tamborim, Cuíca, Pandeiro und Reco-Reco geben den Rhythmus vor. Dazu kommen Gitarren, Bläser und brasilianischer Gesang. Bekannte Samba-Klassiker sind „The Girl from Ipanema", „Mas Que Nada" oder „Brazil" von Ary Barroso.
Stimmungsmäßig ist die Samba fröhlich und feurig – ein Tanz, der Lebensfreude pur ausstrahlt. Anders als die introvertierte Rumba ist sie ausgesprochen kommunikativ – Tanzpartner kommunizieren über Augen, Lächeln und kleine Gesten.
Der Samba-Grundschritt – auch Basic Movement genannt – wird auf zwei Zählzeiten getanzt, mit einer Synkope auf „a" zwischen den Zählzeiten. Die typische Zählweise ist „1 a 2".
Die Samba ist einer der temperamentvollsten Tänze, die du lernen kannst – und einer, der besonders viel Lebensfreude ausstrahlt. Sie verlangt Rhythmusgefühl, etwas Geduld mit dem typischen Bounce und vor allem die Bereitschaft, dich auf die Energie der Musik einzulassen.
Bei der Tanzschule Kreuzenstein in Wien-Strebersdorf gehört die Samba zu den Lateintänzen, die du im Verlauf des Paarkurs-Systems lernst. Erste Grundlagen kannst du im Anfängerkurs schnuppern, vertieft wird sie in den weiterführenden Stufen Bronze, Silber und Gold mit anspruchsvolleren Figuren und Choreografien.
Du willst Samba lernen und das brasilianische Lebensgefühl auf deine Tanzfläche bringen? In unseren Paarkursen bei der Tanzschule Kreuzenstein lernst du die Samba gemeinsam mit allen anderen Standard- und Lateintänzen. Sieben Kursstufen führen dich vom Anfänger bis Iridium. Ein Einstieg ist alle vier Wochen möglich – wir freuen uns auf dich.